Und Wünsche wurden wahr!
Dez 22nd, 2006 | By mcmatten | Category: Artikel, KulturWie bereits angekündigt und von den Kindern sehnsüchtig erwartet, war es heute soweit: Die Marianne Tewes Stiftung hatte zur Bescherung eingeladen. Ein Erlebnis, was der oder die Eine so schnell nicht vergessen wird!
Heute fand endlich statt, worauf sich mehr als 198 Kinder seit Wochen gefreut haben – Bescherung! Allein zwei Drittel davon hatten sich in der Senioren Residenz in Alfeld eingefunden, um Ihrem Weihnachtswunsch entgegen zu nehmen. Ebenfalls dabei, waren unser Bürgermeister, Bernd Beushausen, sowie Landtagsabgeordneter Klaus Krumfuß aus Duingen.
Mit einigen – wenigen – Minuten Verzögerung begann die Veranstaltung, die Initiatorin Marianne Tewes mit einigen Weihnachtsliedern einstimmte, dann auch. Einstimmen ist vielleicht nicht das richtige Wort, wenn man sich vor Augen hält, dass 140 anwesende Kinder (einige sind leider krank geworden) mit gesunder Stimme zu Rolf Zockowskis „In der Weihnachtsbäckerei“ den ganzen Saal mit Schall und Klang erfüllten.
Auf Wunsch der Kinder hatten diese auch dieses Jahr wieder die Chance, ein Gedicht aufzusagen oder ein Lied vorzutragen. Zugegeben, ein wenig überrascht waren wir schon, als sich mehr als ein oder zwei Kinder meldeten. Es waren reichlich, die etwas zu erzählen hatten – über den Weihnachtsmann, den Nikolaus, den Advent oder einfach den Winter an sich. Gesungen wurde genauso, wie die gelungene Geigenvorstellung – die Stimmung war so, wie es zu wünschen war: Einfach weihnachtlich.
Die Bescherung sollte langsam beginnen. Aber nicht zu früh gefreut! Diejenigen, die ihr Geschenk als erstes entgegennehmen durften, mussten sich sogleich in Geduld üben Es musste alle Kinder so lange warten, bis auch der Letzte sein Geschenk mit großen, freudigen Augen in den Händen halten durfte – sofern dies möglich gewesen ist. Ebenfalls musste sich jedes Kind beim Weihnachtsmann bedanken, was in der (verständlichen) Aufregung als gar nicht so leicht war. Immerhin stand man vor einem riesigen Berg von Geschenken – wer denkt da noch an einen nett gekleideten Herrn in Rot? Vorbildlich wurde sich aber für jedes Geschenk bedankt. Die Kinder bedankten sich aber auch im Namen Ihrer Geschwister, die wie schon erwähnt, teilweise aus gesundheitlichen Gründen leider nicht teilnehmen konnten.
Einige Geschenke waren nicht für die Arme des Kindes „ausgelegt“. Aber mit der Hilfe der Betreuer oder gar anderer Kinder, die dann gemeinsam das Geschenk zum Platz brachten, ging es problemlos.
Natürlich gab es hier kleinere Ausnahmen: Sicherlich interessant wäre es gewesen, wie ein 3-Jähriger seinen neuen Sandkasten davon getragen hätte (geschätzte Paketgröße: 160x50cm).
Ebenso, wie ein 10-jähriger, der sekundenlang sichtlich fassungslos vor seinem Geschenk stand. Tischfussball hatte er sich gewünscht – wobei uns nicht ganz klar war, ob es nun Tippkick sein sollte oder ein Kickertisch. Jedenfalls stand dieser Knirps dann nun mit seinem Talent und starrte auf seinen Kickertisch. Und auf die Frage, ob es auch das Richtige sei, antwortete er mit einem kurzen: “Ja, das will ich!“.
Die Harmonie, die den Raum beherrschte, war atemberaubend. Ein Erlebnis, das man vermutlich so unbeschwert und voller Energie eben nur an Weihnachten erlebt. Man spürte auch als eher Unbeteiligter dieses unnachahmliche Knistern – die Spannung bis zum Auspacken, die Vorfreude auf die Geschenke und dennoch irgendwie besinnliche Ruhe.
Die Kleinste im Bunde war gerade 1 ½ Jahre alt und beträchtlich kleiner als ihr geschenkt – wer bis dato noch nicht ein Dauergrinsen entwickelt hatte, der tat es dort.
Nachdem das letzte Geschenk verteilt worden ist, schlug Frau Tewes vor, noch ein paar Lieder zu singen. Die Ironie in der Frage war wahrlich zu erkennen. Die Antwort der Kinder war eindeutig, einstimmig und aufgrund der Lautstärke nicht zu überhören: Ein klares NEIN! Somit kam auch das langersehnte „AUSPACKEN“ aus den Lautsprechern. Die Schallwelle hatte noch nicht ganz den Raum durchdrungen, da hörte man es bereits aus allen Ecken knistern und rascheln. Endlich durfte ausgepackt werden! Die Augen wuchsen und wuchsen, die Freude überall war unübersehbar. Diese Freude wurde aber mehrfach gesteigert. Durch ein vielfaches „das habe ich mir doch gar nicht gewünscht“. Gemeint waren hierbei die Zusatzgaben, die viele Paten mit in das Paket steckten.
Wenn man bei einer solchen Veranstaltung ein Fazit ziehen darf/soll/kann, dann muss man sagen: Es war ein voller Erfolg. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Paten und Spendern bedanken, die den Kindern diesen unvergessenen Nachmittag ermöglicht haben.
Wir bedanken uns ebenfalls bei Frau Tewes und Ihrem Team, die mit viel Engagement in den letzten Wochen alles so toll organisiert haben.