Local Derby – wieder geschafft!

Dez 3rd, 2007 | By | Category: Artikel, Musik

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Nach dem Local Derby kommt nur noch Weihnachten, dann ist das Jahr zu Ende. Und während man sich Weihnachten mit der Verwandtschaft herumschlagen muss (was oftmals eher suboptimal verläuft), trifft man auf den Derby wenigstens nette alte Freunde. Seelenbalsam vor dem Alptraum, quasi…
Doch ganz ohne herumschlagen hat es dieses Jahr auch nicht geklappt.

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Die Erfahrung der letzten Jahr hat gezeigt: Das ganze Derby schafft man nicht ohne körperliche Schäden. Zumindest in meinem Alter! Krücken und Rollstuhl beiseite gestellt, C.O.P. und den größten Teil von Seasonsky übersprungen wie ein drahtiger Hürdenspringer und rechtzeitig zu Alive At Last in der dreyerschen Werkshalle angekommen. Diese füllte sich mit meiner Ankunft auch schlagartig (Zusammenhänge dürfen hier gerne hergestellt werden!).

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Für die vier Jungs von Alive At Last war es der erste Auftritt auf dem Derby. Der zugeloste „Startplatz“ stellte sie zwar nicht ganz zufrieden, die durch die bisherigen Auftritte erspielten Fans strömten dennoch eifrig herbei und entschädigten das Quartett gehörig. Eine echte Band braucht ein Intro (und beklebte Gitarren) und so gingen Seb und Viktor gleich zur Sache, ja selbst Marv hat die Zeiten des Bewegungslegastenikers abgelegt. Und all dies, während Michael am Schlagzeug sinnlich (da mit Augen zu!) sein Bier schlürft. Man mag den Jungs unterstellen, dass an diesem Abend die musikalische Qualität unter der Show litt – wenn dies das einzige Manko einer Band ist, die erst ein Jahr auf den Bühnen herumtingelt, dann ist dies sicher zu verschmerzen.

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Nachdem die Funky Dance Crew ihre AAL abgefeiert hatte, galt es nun – dem Losglück sei Dank – sich zu erholen. Tito Day Inn ist wohl als das genaue Gegenteil zu bezeichnen. So „cool“, dass sie sich in Winterjacken verpacken mussten, spielten sie Rocksongs vergangener Generationen und ließen den richtig großen Spaß nicht aufkommen.

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Vielleicht war dieser Umstand aber auch gar nicht so schlecht. Mit LUKA sollte die härtere Gangart wieder Einzug halten. Im letzten Jahr feierten sie (zusammen) mit den Ramones – natürlich als Cover – die anwesende Menge. Dies blieb dieses Jahr aus. Nicht das Feiern, aber die Ramones. Neue Songs vom neuen Album galt es zu spielen. Nach „My Name is Luka“ ging der Mix aus den letzten beiden Alben los. Das Beste aus den letzten vier der bisher 10 Jahre LUKA in nur 30 Minuten. Doch leider litt das neue Material der Jungs zu sehr an dem dieses Jahr extrem schlechten Sound in der Halle. Vor der Bühne geil – bedingt durch den coolen Bühnensound – einige Meter entfernt aber fieser Brei. Dies wurde auch bei Embutido kaum besser. Neue und durchaus coole Songs (zum ersten Mal war ich wirklich begeistert!) wurden durch die fies abgemischte Stimme zerstört. Durchaus radiotaugliches Material zunichte gemacht. Doch ganz gleich – Embutido überzeugte, ich sage es gerne noch einmal, mich zum ersten Mal. Ja… ich wundere mich über mich selbst!

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Back lies sich von diesen Unwegbarkeiten keinesfalls beeindrucken. Der Alfelder Musikdinosaurier überzeugte mit genialem Bühnensound, coolem Auftritt und Glückwünschen an die versammelten Werder-Fans, während Stolz das HSV-Trikot zur Schau gestellt wurde. Es ist schon bitter, dass man nicht mehr über diese Band schreiben kann. Aber was auch? Cooler Sound mit coolen Songs, überzeugend gespielt. Ich meine.. so sehr ich mich auch anstrenge, schlechtschreiben funktioniert bei dieser Band nicht. Verdammte Axt!

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Bei Zelyon hingegen schlug der Fehlerteufel, das Soundmonster, wieder zu. Gitarre defekt, nächste Gitarre defekt, ständige Rückkopplungen und merkwürdiger Sound. Bühnenshow nur auf der linken Seite der Bühne – zumindest bis aus Zelyon wieder (für kurze Zeit) wieder The 6th Tradition wurde. „Die Älteren werden sich erinnern…“. Wie ein Blitz fuhr es mir durch Mark und Bein. Jaja.. ich erinnere mich. Die Älteren, vielen Dank auch. Nach dem Schlagzeugertausch prügelte die Combo, die gerade noch Zelyon begraben hatte, wie verrückt los. Viel bessere Songs, brutales Schlagzeugspiel, coole Basspassagen,.. BAM! Wo war das die letzten Jahre? Warum mussten wir uns mit Zelyon rumschlagen, wenn wir auch DAS hätten haben können?

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Back lies sich von diesen Unwegbarkeiten keinesfalls beeindrucken. Der Alfelder Musikdinosaurier überzeugte mit genialem Bühnensound, coolem Auftritt und Glückwünschen an die versammelten Werder-Fans, während Stolz das HSV-Trikot zur Schau gestellt wurde. Es ist schon bitter, dass man nicht mehr über diese Band schreiben kann. Aber was auch? Cooler Sound mit coolen Songs, überzeugend gespielt. Ich meine.. so sehr ich mich auch anstrenge, schlechtschreiben funktioniert bei dieser Band nicht. Verdammte Axt!

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Bei Zenyon hingegen schlug der Fehlerteufel, das Soundmonster, wieder zu. Gitarre defekt, nächste Gitarre defekt, ständige Rückkopplungen und merkwürdiger Sound. Bühnenshow nur auf der linken Seite der Bühne – zumindest bis aus Zelyon wieder (für kurze Zeit) wieder The 6th Tradition wurde. „Die Älteren werden sich erinnern…“. Wie ein Blitz fuhr es mir durch Mark und Bein. Jaja.. ich erinnere mich. Die Älteren, vielen Dank auch. Nach dem Schlagzeugertausch prügelte die Combo, die gerade noch Zelyon begraben hatte, wie verrückt los. Viel bessere Songs, brutales Schlagzeugspiel, coole Basspassagen,.. BAM! Wo war das die letzten Jahre? Warum mussten wir uns mit Zelyon rumschlagen, wenn wir auch DAS hätten haben können?

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Für einige kam es nun zum Doppelschlag. Matze zum Beispiel – bei Aenigma noch an der Gitarre, bei and still I bleed kurze Zeit später am Bass – und für alle Menschen mit Geschmack (hui, das hagelt mindestens böse Gedanken!). Recht bewegungslos ging es auf der Bühne zu, Sänger Sascha war – wie immer – sparsam mit überflüssigen Ansagen, belehrenden Worten, nervtötenden Langweiligkeiten. Hier durfte Musik sprechen. Ich überlege jetzt zwar seit guten 40 Stunden daran rum, ob mir die Erinnerung einen streich spielt (die „früherwarallesbesser-Problematik“) oder ob die Jungs im letzten Jahr wirklich mehr gerockt haben. Oder lag es am Sound? Am doch recht merkwürdigen Publikum. Nein, ich fands cool, es spricht mich an. Aber.. der beste Auftritt von Aenigma war das leider trotzdem nicht.

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Mit and still I bleed kam nun – für viele endlich – der vermeintliche Headliner des Abends. Auch wenn es soetwas auf dem Derby nicht gibt, aber das Losglück (und dank Embutido) durfte der Siebener in die Fußstapfen von Under Siege, Generation Fuck und Mo‘Rain treten. Kein Millimeter zu groß für ASIB. Die Moshcrew formierte sich, auf der Bühne wurden Banner aufgehängt, ein Podest „eingezogen“ und das Outfit noch einmal zurechtgezupft.
Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es schnell klasse organisiert wurde, dass die Moshcrew abgehen konnte und nicht mit den Vollidioten zusammenstieß, die schon bei Zelyon für kopfschütteln gesorgt hat. Auch mich trafen hier leider wieder etliche Ellenbogen von Menschen Trotteln, die es nie verstehen werden, dass man sich bei Konzerten nicht verletzen muss. Nochmal : Mit den mitgereisten ASIB-Fans hatte zumindest ich noch nie Probleme!
Tille und Jasper stürmten nach dem Intro auf die Bühne – in blutbekleckerten (ehemals) weißen Hemden. Der Rest kam wieder in feinstem schwarz! Den ersten Song, der leider im Soundmatsch der Halle unterging, konnte auch der brutale Bühnensound nicht retten. Doch gerade bei den Songs vom neuen Album der Band war dies egal. Zuschauer durften mitsingen und -schreien, springen, schwitzen, feiern… Ja selbst eine Zugabe gab es – neben der aufgeklebten Aufforderung „Buy Our CD!“. Und das werden sicherlich etliche Zuschauer getan haben!

Fotos vom Local Derby in Alfeld

Den Abschluss des nunmehr zwölften Derbys durften Marsvetonic bilden, die – da werden nur die hartgesottensten Fans widersprechen – bei ihrem ersten Auftritt auf einem Local Derby auch ein guter Rausschmeißer waren. Nachdem jedoch schon zehn Bands das Publikum – mal mehr, mal weniger – gerockt hatten, war es sicherlich auch nicht mehr leicht für diese Band..

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