Lady Godiva meets Alices Gun – Rock mal anders…
Apr 26th, 2004 | By mcmatten | Category: Artikel, MusikEs war schon merkwürdig, als am Freitagabend die Bühne voller war, als der Zuschauerraum. Nunja, es lag nicht nur daran, dass Lady Godiva mehr als genug Mitglieder in ihren Reihen haben, sondern auch daran, dass Alfelds Partyplaner ganze Arbeit geleistet hatten. Koma Party, all inclusive Party und ´ne Rocknacht – gegen das Treff. Wann kommt nur die Zeit, in der die Veranstalter in Alfeld merken, dass man mit Gegenveranstaltungen alleine nicht überleben kann?Doch kommen wir zu den schönen Dingen des Abends – der Musik. Denn als sich im Treff genügend Leute angefunden hatten, um ein Gleichgewicht herzustellen, zwischen der Band, der Alfeld Rockt Crew und sich selbst, fingen sie an, die Jungs von Lady Godiva. Folk Punk nennen sie das, was sie tun, und das, was sie tun, tun sie gut. Es klang irgendwie irisch, aber auch.. wie soll man sagen.. gut. Sie verbreiteten mit ihren Lobgesängen auf den Whiskey, auf Frauen und andere Leckereien dermaßen gute Laune, dass man sie fast nicht von der Bühne lassen wollte. Mit einer wahnsinnigen Professionalität und Freude an der Musik rissen sie die nunmehr 40 Gäste im Treff in ihren Bann. Erstaunlich und anders war es, was sich dort auf der Bühne abspielte – und die Zuschauer waren sich sicher, dass davon mehr nach Alfeld kommen muss, damit Spaß dauerhaft garantiert ist – nur bitte mit mehr Zuschauern – denn mehr Gäste -> mehr gute Laune.
Dann kamen diejenigen auf die Bühne, die uns schon auf dem Winter Jang in Einbeck in ihren Bann versetzt hatten – zumindest einige von ihnen, damals in der Band Hörstuaz, die sie als „Nebenprojekt“ bezeichnen – so ein Nebenprojekt hätten sicherlich viele Bands gerne als Hauptprojekt, aber ich lenke ab 😉
Alices Gun stürmte also die Bühne und lullte die Zuschauer mit zarten Gitarrenklängen dermaßen ein, dass wohl jedem ein Zucken durch die Glieder fuhr, als sie anfingen. Mit viel Energie holte der Sänger eine Stimmgewalt hervor, die uns erstarren ließ. Druckvolle Gitarrensounds wechselten sich mit ruhigen Parts ab, Tempowechsel waren bei weitem kein Fremdwort für die Jungs und so schafften sie es immer wieder viel Spannung und Energie in den Raum zu feuern. Gerade der Gesang und die Melodien, die immer wieder an die Beatles erinnerten, führten bei dem ein oder anderen zu einer durchaus ausgeprägten Gänsehaut.
Um das, was wir dort erlebten, und was leider viel zu wenig Leute miterleben durften, an euch weiterzugeben, haben wir den Jungs noch eine CD abgequatscht, die sie sogar bereitwillig unterschrieben haben.. seid also auf die nächsten Gewinnspiele gespannt 😉