Algermissener gewinnen Finale
Jul 30th, 2007 | By mcmatten | Category: Artikel, MusikLetzten Freitag traten beim ffn-New-Sensation-Finale auf dem Maschseefest vier Bands gegeneinander an. Mullersand, die Kleinstadthelden, IchKannFliegen und das Dan Hiob Experiment rockten um das begehrte Popstipendium im Wert von 20.000 Euro zu gewinnen.
New Sensation ist ein Bandcontest, bei dem ffn Bands und Solokünstlern aus Niedersachsen und Bremen die Chance gibt, ein Popstipendium zu gewinnen und damit in einem Studio ihrer Wahl professionell eine eigene Platte aufzunehmen. Das Stipendium hat einen Wert von 20.000 Euro und somit ist der Wettbewerb der höchstdotierte Bandcontest Deutschlands.
In den vergangenen Jahren brachte der ffn-Wettbewerb für die Superstars von morgen Bands wie die Guano Apes, Eat no fish oder Hyperchild hervor.
In diesem Jahr hatten sich wieder über 500 Bands beworben. Das Finale, das am Freitag auf dem Maschseefest in Hannover stattfand, erreichten Mullersand aus Scheeßel, die Kleinstadthelden aus Osterholz-Scharmbeck, IchKannFliegen aus Hannover und das Dan Hiob Experiment aus Algermissen.
Eingebunden in eine ffn-Party mit DJ Hightower und Moderator Matthias durfte jede Band 20 Minuten lang rocken, um die Jury, in der unter anderem Flux, der Gitarrist und Sampler von OOMPH, Frank Seidel von der Niedersächsischen Lottostiftung, Tom Ruhstorfer vom Landesmusikrat Niedersachsen und ffn-Programmdirektorin Ina Tenz saßen, von sich zu überzeugen.
Die beiden Jungs von Mullersand starteten mit Akustik Rock und spaßigen Texten in den Abend. Der mitgereiste Fanclub sorgte für gute Stimmung und so wurden die 20 Minuten äußerst kurzweilig. Wilder wurde es dann bei den Kleinstadthelden mit „Trash Pop for Truckers in Love“ – es war auch tatsächlich ein verliebter LKW-Fahrer anwesend. Eine sehr junge Band mit viel Energie, die sich sowohl in der Musik, als auch in der Performance bemerkbar machte.
Bei IchKannFliegen war die Stimmung dann auf dem ersten Höhepunkt. Durch den Heimvorteil waren hier natürlich die meisten Fans anwesend und die Band gab ihr Bestes und begeisterte auch viele der Zuschauer, die die vier Jungs noch nicht kannten. Als IchKannFliegen fertig gerockt hatten, waren sich viele schon einig, dass da gerade die Gewinner auf der Bühne standen, aber das, was anschließend das Dan Hiob Experiment auf die Bühne brachte, toppte wohl alles.
Die Band aus Algermissen um Sänger Daniel Durst von den Superstarfuckers und Bassist Lars Oppermann, ehemals bei Eat no Fish, setzte sich nicht nur musikalisch von den anderen Bands ab, sondern bot auch eine einzigartige Show mit viel nackter Haut, schwarzer Schmiere und außergewöhnlichen Elementen. Sie wollten Angst darstellen, in der Musik und auch in der Bühnenshow und es wirkt tatsächlich etwas furchteinflößend, aber auch faszinierend.
Nachdem alle Bands gespielt hatten, waren die Meinungen im Publikum sehr geteilt, welche Band die beste war. Alle Bands waren gut und die beiden letzten stachen besonders heraus. Auch in der Jury wurde heiß diskutiert. Während die sich zurück zog, sollte ein bekannter Überraschungsgast die Bühne entern. Als dieser jedoch auf die Bühne kam, war die Stimmung eher zurückhaltend. Erst nach und nach sprach sich rum, dass es Akay von Overground war, der da mit einem neuen Soloprojekt auf der Bühne stand. Anschließend gab noch Emma Lanford, die erfolgreichste Sängerin von Mousse T., ein paar Songs zum Besten.
Als dann die Jury wieder auf die Bühne kam, wurde es spannend. Da sich die Juroren nicht ganz einigen konnte, gab es keinen vierten, sondern zwei dritte Plätze, die Mullersand und die Kleinstadthelden belegten.
Letztendlich hatte dann das Dan Hiob Experiment ein klein wenig mehr überzeugt, als IchKannFliegen, so dass die Hannoveraner nur eine Aufbesserung für die Bandkasse bekamen und die Jungs aus Algermissen das Popstipendium erhielten und jetzt auf den großen Erfolg hoffen dürfen.