Du hast die Haare schön

Mrz 5th, 2007 | By | Category: Artikel, Kultur, Musik

Seit Freitag sind die Monsters of Liedermaching jetzt schon wieder unterwegs und am Samstag hatten auch wir endlich wieder das Vergnügen, die sechs Extremliedermacher live zu erleben und mit ihnen gemeinsam im Göttinger Café Kreuzberg in die Nacht zu feiern.

Lange haben wir gewartet und seit gestern Abend wissen wir, es hat sich gelohnt! Denn ihre Pause haben die Jungs nicht nur genutzt, um ihr brandneues Songbook zum aktuellen Album Männer wie uns, das allerdings erst nächste Woche aus dem Druck kommt, zu basteln, sondern auch, um ein paar neue Songs zu schreiben. So begeisterten Frische Mische mit „Rock’n’Roll“ und „Snoop Doggi Dogg“, Totte berichtete vom ewig verlorenen Kampf gegen den Staat und Rüdi singt jetzt auch über „Jazzmusik-Publikum“ und „Lieder ohne Text“. Natürlich durften auch alte Songs nicht fehlen, so waren zum Beispiel die „Zwerge“ im Programm. Die typische Zwerge-Choreographie hätte diesmal, genau wie der „Zwiebelmett“ Backgroundchor, teilweise allerdings eher nach Köln gehört – natürlich nur aus Platzmangel. Besagter Platzmangel hinderte Totte jedoch auch diesmal nicht daran, bei „Schönheitschirurgie“ seiner Hyperaktivität freien Lauf zu lassen. Und auch auf die Gänsehaut beim „Blues“ sollten wir nicht verzichten müssen.

Hauptthema des Abends waren diesmal nicht – wie man vielleicht hätte erwarten können – die aktuellen Bundesliga-Ergebnisse, sondern Jan Ullrich. So wurde „Selbstvertrau’n“ spontan um eine Jan Ullrich Strophe erweitert und auch Totte baute ihn gelegentlich in seine Songs ein. Auch Rüdi sorgte mit seiner neuen „Frisur“ á la Britney Spears für viel Spaß, besonders die erste Strophe von „Du darfst“ löste mit „Ich gebe zu, meine Haare sehen nicht aus, wie ’ne Frisur“ spontane „Du hast die Haare schön“-, beziehungsweise „Wo sind die Haare hin“-Chöre aus, die auch das restliche Programm immer wieder unterbrechen sollten. Dafür sind wir nun endlich wieder in der Jahreszeit angekommen, in der Rüdi „Frühling“ spielen kann – damit hat er die Sympatien dann auch wieder auf seine Seite gezogen. Für Frühlingsgefühle sorgte auch „Biene Bertha“ bzw. Burger oder Schumacher.

Der Platzmangel wurde ja bereits erwähnt und eng war es nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Publikum. Das Kreuzberg war randvoll mit Fans – von denen allerdings nur knapp 5% aus Göttingen kamen – die nicht nur für ordentlich Stimmung sorgten, sondern auch für Wunderkerzen bei der „Weltklassemelodie“. Unter ihnen auch viele bekannte Gesichter, so zum Beispiel Jana Ballenthien, Jan Sperhake und Pascal, die uns vom Liedermacherfestival noch gut in Erinnerung sind. So war alles in allem trotz Hitze und schlechter Luft wieder ein schöner Abend in gemütlicher Atmosphäre.

Jetzt müssen wir nicht einmal mehr zwei Wochen warten, um die Monsters wieder zu sehen. Denn am 16.03. sind sie in Hannover im Faust. Dann hoffentlich mit „Männer wie uns Songbook“ und vielleicht noch ein paar neuen Songs mehr. Karten gibt es noch direkt beim Faust oder unter Kartenhaus.de

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