Stinkender Rock in Delligsen!

Mrz 11th, 2007 | By | Category: Artikel, Musik

Delligsen am Samstagabend. Wo eigentlich der Hund begraben ist und man nicht tot überm Zaun hängen möchte, da haben sich doch wirklich über 250 musikbegeisterte Jugendliche eingefunden, um stinkende Rockmusik zu „ertragen“. Das gute an dieser frechen Einleitung: Es war verdammt spaßig!

Die Ankunft an den Delligser Schulen war zu allererst einmal recht ernüchternd. Irgendwie schienen doch nur jüngere Jugendliche den Weg zum Jugendraum gefunden zu haben. Ja, sagt Papa zu dem Rockopa. Auf den zweiten Blick lies die wartende Menge aber das Betrachter-Herz höher springen. Genau, weil „Menge“ hier das Stichwort war! An denen musste man zwar erst einmal vorbeikommen, doch als dann nur wenige Minuten später ein aufgeregter Bassist angesprungen kam, um die Zahl 150 zu verkünden (er wusste noch nicht, dass es noch einmal 100 Verrückte mehr werden sollten) und damit die ganze Planung durcheinander warf, da war klar: Heute Abend wird nicht so schnell vergessen.

Als erste Band sprang New Age aus Hildesheim auf die Bühne, die vor zwei Wochen auch in Hildesheim mit von der Partie waren, als es darum ging, die Braune Masse aus der Stadt zu verbannen. Mit Punkrock und dem scheinbaren Hang zu Blink 182 (mit leichten Rhythmus- und Temposchwierigkeiten) konnten sie die Zuschauer schon einmal passend einstimmen. Diese bedankten sich fleißig mit „Zugabe“-Rufen und die Band bedankte sich zurück mit… genau, der Zugabe!

Mitten in der Mitte (man könnte auch sagen Mittendrin) kamen nun die Jungs von Alive At Last ….

Mitten in der Mitte (man könnte auch sagen Mittendrin) kamen nun die Jungs von Alive At Last zum Zuge. Zum Ersten mal vor heimischem Publikum – nach der Generalprobe in Uslar und ihrer Bestätigung in Göttingen – sind bereits einige der ersten Songs aus dem Set geflogen. Härter geht es zur Sache und die Show der Jungs ist keine durchgeplante Show, sondern beinhaltet in erster Linie Übermut und Spontanität. Da passiert es auch schonmal, dass der gute Seb ein wenig mehr schreit, als er eigentlich müsste und Viktor von der Bühne schleicht, um sich einen neuen Bass zu besorgen.
Zu leiden hatte in erster Linie Michi am Schlagzeug, der – unverstärkt – in die Felle prügeln musste, um verstanden zu werden. Dafür durfte er aber zwischendrin zur Entspannung auch mal singen – und das klang sogar recht fein!

Zum Abschluss gab es eine kräftige Prise Embutido, die sich instrumental enorm weiterentwickelt haben. Bass und Gitarre der Pommeranz Brüder kommen erstaunlich tight. Selten, dass sich ein Schlagzeuger im Prinzip nur „anlehnen“ muss. Dennoch verließen schon viele der angereisten Musikfans den Saal – in die Aftershow-Party startete also nur ein Bruchteil der 250 Gäste. Wahrscheinlich hatten sich die Meisten zu diesem Zeitpunkt einfach schon den Allerwertesten abgerockt!

Leave Comment

© 2026 SiebenBergeNews – Das Newsportal aus Alfeld (Leine) | BranfordMagazine theme by Michael Oeser. Based on Mimbo and Revolution
supported by 7CarAD GmbH - Marketing Services