Brainless Wankers im Treff!
Apr 2nd, 2007 | By mcmatten | Category: Artikel, MusikLetzten Freitag wurde im Treff mal wieder gerockt. Passend zum Sommereinbruch mit Trompetenpunkrock von den Brainless Wankers.
Denn nachdem das für November geplante Konzert aus Krankheitsgründen verschoben werden musste, war es nun an der Zeit es nachzuholen.
Da es diesmal nicht nur auf einen Freitag, sondern auch noch in die Ferien fiel, nutzen besonders die jüngeren Besucher die Chance, in den Sommer zu rocken – so war das Treff auch gleich gut gefüllt. Aber bevor die 6 Berliner auf die Bühne durften, sollte es noch zwei Vorbands geben.
Den Anfang machten Adriane aus Göttingen mit ein paar härteren Tönen und dem Ziel schlechte Laune zu verbreiten. Damit schafften sie allerdings noch nicht ganz den Durchbruch beim Publikum und so war die Bewegung mehr auf, statt vor der Bühne. Ganz so schlecht, wie sie selbst befürchteten, war die Laune aber dann doch nicht.
Es folgte mit Blind Approach die erste Berliner Combo. Hier wurde es mit minimaler Instrumentalbesetzung, bestehend aus Schlagzeug, Bass und Gitarre, etwas harmonischer und emotionaler. Es kam langsam ein wenig Bewegung in die Meute vor der Bühne und zur Freude der Band gab es sogar ein bisschen Fußballpogo und wieder bessere Laune.
Dann war es Zeit für den Hauptact. Nach einem kurzen Soundcheck zappelten die Brainless Wankers auf die Bühne und legten los. Die ersten Skaklänge ertönten und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase stieg die Stimmungs- und Bewegungsrate im Raum erheblich. Sehr beeindruckt zeigte sich die Band davon, dass die Pogomeute von jetzt auf gleich angehalten werden konnte, als Scherben vom Boden gesammelt werden mussten, und sich danach wie auf Knopfdruck wieder in Bewegung setzte.
Belohnung dafür war, dass in Partylaune und als Entschädigung für die Terminverschiebung spontan alle Shirts auf 8 Euro runter gesetzt wurden, und dass die Jungs selbst dann weiter rockten, wenn Sänger Olli die Luft ausging, da er ein bisschen in Trainingsrückstand geraten war.
Zwischendurch gab es ein paar teils sehr makabere Witze. So kündigten sie ihr „Live fast, die young“ beispielsweise als Lösung der Probleme mit der Rentenreform an – der Bezug zu dem Alkohltoten Jugendlichen in ihre Heimatstadt holte sie dann aber doch schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Stimmung tat jedoch auch das keinen Abbruch.
Sowohl Band, als auch Zuschauer waren begeistert und beide rissen sich gegenseitig mit.
Später sollten die Wankers dann aber doch noch erfahren, dass auf das Treffpublikum nicht immer Verlass ist, nämlich als sie einigen Gästen die Uhrzeit von 23:55 Uhr glaubten und Anna, die Samstag 18 wurde, spontan um 23:40 Uhr zum Geburtstag gratulierten. Trotz Irrtums spielten sie aber noch souverän weiter und schlossen pünktlich um 0 Uhr mit den letzten beiden Zugaben ab.