1 nach Koch – Fährmannsfest 07

Aug 7th, 2007 | By | Category: Artikel, Musik

Fährmannsfest

Am Wochenende war in Hannover Linden das traditionelle Fährmannsfest. Uns hat es Samstag und Sonntag an das Weddigenufer gezogen, wo wir unter anderem das Vergnügen mit Olli Schulz & dem Hund Marie, den Monsters of Liedermaching, den Wohnraumhelden, Lekker, John Tennis und Transmitter hatten.

Wieder einmal zeigte der Wettergott – oder war es gar die (Wetter)Göttin der Musik? – sich von der besten Seite und sorgte pünktlich zum Wochenende für nahezu perfektes Konzertwetter.

Fährmannsfest

Als wir ankommen sind Snafus gerade fertig und Lekker beim Soundcheck. Nach längerer Pause stehen die Jungs mit neuem Bassisten wieder auf der Bühne – verändert haben sie sich, zumindest musikalisch, dennoch nicht. Ein paar Fans sind da, der Großteil der Lindener sitzt aber noch gemütlich in der Sonne und lauscht lieber aus etwas Entfernung, schließlich ist es ja noch früh.
Anschließend sind Samavayo an der Reihe, die sich eigentlich nicht so richtig in den „Pop-Samstag“ eingliedern wollen. Sie sind lauter, kompromissloser und metallastiger, als die anderen Acts heute, machen ihre Sache aber gut und begeistern doch den ein oder anderen Zuschauer.

Fährmannsfest

Dann dürfen die Lokalfavoriten, die Wohnraumhelden, ihr Können unter Beweis stellen. Gemeinsam mit Pappschlagzeuger Jens Krause und dem Kleinen Japaner legen C-Punkt und B-Major los und haben sofort ganz Linden auf ihrer Seite. Das ändert sich erst, als C-Punkt anfängt, den Menschen auf der Brücke, von der man kostenlosen Blick zur Bühne hat, die Meinung zu sagen, denn 5 Euro für 5 Bands sind wirklich nicht zu viel verlangt. Diejenigen, die Eintritt gezahlt haben, freut’s und spätestens, als die Jungs gemeinsam mit der 121-Crew ihr, extra für das Fährmannsfest geschriebenes, „Lindener in der List“ präsentieren und CDs verschenken, feiert Linden nur noch seine Helden – schließlich ist die Göttin mit ihnen.

Fährmannsfest

Zum eigentlich Hauptact tauchen dann vermehrt Grand Hotel van Cleev Anhänger in den vorderen Reihen auf . Es ist Zeit für Olli Schulz und den Hund Marie, die mit Band, bestehend aus Dennis Becker (auch Gitarrist bei Tomte) und André Frahm, die Bühne entern. Olli Schulz – der sympatische, etwas verpeilte Hamburger, bei dem man nie weiß, ob man ihn als Musiker, oder eher als Stand-Up-Comedian bezeichnen soll, schafft wieder einmal beides gekonnt zu kombinieren.
So präsentiert er nicht nur einen Mix aus vielen alten, aber auch einigen neuen Songs, sondern gibt uns erneut Einblicke in die Kunst des 3-Akkord-Deutschrocks, erzählt aus seiner Jugend mit Heavy Metal und suizidgefährdeten Chemielehrern und gibt uns einen Selbstverteidigungskurs mit dem Cincinnati-High-Punch-Kick.
Leider sind Olli und Teile des Publikums zeitweise nicht ganz auf einer Wellenlänge, so dass er nur immer wieder betonen kann, dass es seine Show ist und die so ist, wie er das will. Der Großteil hat aber dennoch Spaß, es wird gepogt, gehüpft, getanzt und mitgesungen. Am Ende verwandelt sich alles wieder einmal in ein Heavy Metal Konzert. Viel zu schnell ist dann schon wieder Schluss und wir machen uns auf den Rückweg und freuen uns auf morgen.

Wir sind noch nicht ganz am Eingang, da überfahren uns die Wohnraumhelden schon fast mit ihren Fahrrädern – das ist Linden live.

Fährmannsfest

Wieder sind wir pünktlich zum Soundcheck da, diesmal von Transmitter. Mo, Jeff und Micha kommen aus Hannover und sind dementsprechend bekannt. Vor der Bühne sind nicht nur die, die auf Grund ihres Alkoholpegels immer da sind, sondern auch einige Fans und es sind auch zunehmend mehr Zuschauer, die aufmerksam auf die Electroshow mit ordentlich Druck werden.
Anschließend dürfen John Tennis aus Hildesheim die Bühne rocken. Vier nette Jungs mit langen Haaren, ein wenig Metal und Classic Rock, ein wenig Orgel, ein wenig Retro und irgendwie Spaß an dem, was sie tun. Auch das Publikum hat Spaß und das ist schließlich das Wichtigste.

Fährmannsfest

Dann ist Zeit für den heutigen Headliner, die Monsters of Liedermaching. Die Monsters haben sich in und um Hannover inzwischen eine beachtliche Fangemeinde aufgebaut, die stetig wächst. Das Gelände ist gut gefüllt und überall sind Monstershirts zu sehen. Anfangs wird vor der Bühne in Liedermachermanier noch gesessen, aber nach und nach stehen dann doch fast alle, pogt, tanzt und macht mit. Es wird deutlich, dass von Konzert zu Konzert die Routine innerhalb der Band wächst, so gibt es vermehrt Backgroundchöre und Choreographien. Auch das Publikum beweist Erfahrung und Textsicherheit.

Fährmannsfest

Wir wissen jetzt, dass Fred zu alt für Groupies und Lambada der perfekte Froschimitator ist, Pensen selbst an einer Flasche Herrenhäuser noch ein Pürzel findet, Burger Herr der Grimassen und der Seifenblasenmaschinen ist, Totte mehr und mehr zum Rockstar mutiert und seine Runde auf den Schultern eines Fans bestimmt noch nicht die letzte war, Rüdi nicht nur auf Kommando heulen, sondern auch immer wieder für Wunderkerzen sorgen kann und, dass die Monsters eigentlich länger als 1 1/2 Stunden spielen müssen, um richtig rocken zu können, denn leider ist die Zeit schon wieder viel zu schnell umgegangen.

Bleibt jetzt nur noch eine Frage: Wer ist eigentlich Koch?

Leave Comment

© 2026 SiebenBergeNews – Das Newsportal aus Alfeld (Leine) | BranfordMagazine theme by Michael Oeser. Based on Mimbo and Revolution
supported by 7CarAD GmbH - Marketing Services